Tag 42: Kosh-Agach (RUS) - Tashanta (RUS)

- Fahrzeit: 1h30

- Kilometer: 51

- Temperatur: 23 Grad (Nachts: -2 Grad)


Kurz vor 11 Uhr sind wir heute an der russischen Exit-Grenze. Hier warten wir erstmals 4 Stunden, bevor wir das erste Tor passieren können. Wir überbrücken die Zeit mit Kartenspielen und sprechen mit zwei Teams aus Deutschland und Italien, welche an der Mongol Rally nach Ulan Ude (Russland) teilnehmen. Ebenfalls treffen wir zwei österreichische Motorradfahrer, welche sich unglaublich enervieren, weil ihnen der Eintritt nach Russland verweigert worden ist (irgendetwas mit den Visa hat offenbar nicht gestimmt...). Bei der russischen Customs Clearance erwartet uns dann wieder ziemlich chaotisches Treiben. Wie schon so an einigen Grenzen ist die Prozedur überhaupt nicht klar, und man muss zuerst mal einige Leute fragen, damit man vorwärtskommt. Langsam wird uns bewusst, welch Privileg die Reisefreiheit im Schengen-Raum eigentlich ist... Wir müssen unser Gepäck durch den Scanner lassen und zudem unser Fahrzeug zum ersten Mal komplett ausräumen - Die Auslegeordnung erinnert uns ein bisschen an die „Phase 0“ im Schweizer Militär zurück... Danach können wir durchs Niemandsland etwa 20 Kilometer an den zweiten Grenzposten von Russland fahren. Dort geht alles ganz schnell, und nach weiteren 5 Kilometern auf miserablen Strassen sind wir um 18 Uhr an der mongolischen Grenze. Nachdem unsere Pässe kontrolliert worden sind, heisst es, wir sollen Morgen wieder kommen - Heute könne der Fahrzeugimport nicht mehr abgefertigt werden. Die Grenzbeamten eskortieren uns mit unserem Fahrzeug auf einen Parkplatz und nehmen uns die Pässe ab. Sie weisen uns an, ins nahegelegene Dorf zu laufen und uns dort nach Übernachtungsmöglichkeiten zu erkunden. Wir sind gestrandet! Als frischgebackene „Sans-Papiers“ laufen wir also ins nächste Dorf, wo einige Gebäude tatsächlich mit „Hotel“ angeschrieben sind. Die meisten dieser Hotels sind allerdings Wohnzimmer von Einheimischen, welche einigermassen für Gäste hergerichtet worden sind. Wir zahlen 30 US-Dollar für die Übernachtung und essen Kartoffeln und Dumplings. Immerhin haben wir hier im Hotel warm, denn heute Nacht wird es -2 Grad kalt werden. Eine Reisegruppe von deutschen Studenten, die wir an der Grenze getroffen haben, hatte da weniger Glück: Zwar sind sie über die Grenze gekommen, hatten dann allerdings eine Panne mit ihrem Reisecar - Sie werden die kalte Nacht draussen verbringen müssen.





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