Tag 28: Derweze (TM) - Dashoguz (TM)

- Fahrzeit: 10h

- Kilometer: 332

- Temperatur: 42 Grad


Wir haben auf einem Hügel direkt neben dem Derweze-Krater übernachtet, welcher auch in der Nacht viel Licht und Wärme abgestrahlt hat. Die Österreicher, welche wir bereits gestern getroffen haben, haben auch hier übernachtet. Zum heutigen Tag zuerst ein paar Fakten zu Turkmenistan, welche wir aufgeschnappt haben: Der Präsident hat hier eine Stellung, welche viele Westeuropäer wohl als diktatorisch beschreiben würden. Er sieht sich als der „Führer aller Turkmenen“ und hat ein Buch namens Rukhnama herausgegeben. Dieses ist Pflichtlektüre in den Schulen und Kenntnisse davon sind beispielsweise Voraussetzung für das Bestehen der Führerprüfung. Auch bei der Zulassung als Arzt können Auszüge daraus stichprobenartig abgefragt werden. Weiter gibt es in Ashgabat eine goldene Statue des Präsidenten, welche sich dreht, damit sein Gesicht immer in der Sonne steht. Ebenfalls inszeniert sich der „Führer“ gerne beim Pferderennen, bei Schiessübungen mit dem Militär, beim Motorradfahren oder gar als DJ. Wie wir gelesen haben, hat er auch das Brot nach dem Namen seiner Mutter umbenannt. Im Übrigen ist in Turkmenistan das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten, weil der Vorgänger-Präsident nach einer Herzoperation nicht mehr rauchen konnte und dies dann kurzerhand dem ganzen Volk verboten hat. Ähnlich dem Iran gibt es auch in Turkmenistan umfassende Interneteinschränkungen und viele öffentliche Einrichtungen dürfen nicht fotografiert werden. Nach diesen Fakten verwundert es uns nicht mehr gross, dass Turkmenistan als das zweitverschlossenste Land nach Nordkorea angesehen wird... Jetzt zum heutigen Tag: Wir fahren in den Norden an die uzbekische Grenze. Auf die heutige Fahrt haben wir uns nicht unbedingt gefreut, denn die Strassenverhältnisse sind hier absolut katastrophal. Gerade vor der Schliessung um 17 Uhr fahren wir durch den ersten Militärposten an der Grenze. Ein Arzt misst dann unsere Körpertemperatur. Zwei von uns haben 37.8 respektive 37.7 Grad, was er als zu hoch empfindet. In seinem Journal vermerkt er dann jeweils 36.9 Grad und lässt uns trotzdem durch. Bei einer weiteren Kontrolle werden wir dann allerdings angewiesen, eine andere Grenze zu passieren, nämlich jene in Dashoguz. Da es für uns keinen grossen Umweg darstellt und wir sowieso in diese Richtung müssen, fahren wir deshalb am Abend noch dorthin, um dann morgen früh über die Grenze zu gehen. Wir übernachten in Dashoguz in einem Hotel.




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