Tag 27: Bajgiran (IR) - Derweze (TM)

- Fahrzeit: 12h15

- Kilometer: 311

- Temperatur: 41 Grad


Gestern hat uns ein Dorfbewohner erzählt, dass der Grenzübergang um 7:30 Uhr öffnet. Wir sind deshalb um diese Uhrzeit dort. Auf der iranischen Seite geht alles ziemlich unkompliziert, unser Carnet wird abgestempelt und nach einer kurzen Kontrolle durch Zoll, Polizei und Militär sind wir durch. Auf der turkmenischen Seite müssen wir dann zuerst zur „Bank“ und die Bankgebühr sowie Passenger Tax (54 Dollar) bezahlen. Dann können wir weiter zur Migrationsbehörde, wo Fotos und Fingerabdrücke von uns erstellt werden. Der Fahrer und die Passagiere müssen ab da wieder getrennte Wege gehen. Der Fahrer geht durch verschiedene Gebäude, um alle notwendigen Papiere und Stempel zu erhalten. Dazu gehört auch ein Besuch beim Arzt, welcher allerdings nicht wirklich am Gesundheitszustand interessiert ist, sondern einfach abstempelt. Wir werden auch mehrmals gefragt, ob wir Tiere mitführen. Fürs Fahrzeug werden nochmals 187 Dollar fällig, unter anderem für Dieselkompensation, Strassensteuer, Versicherung und GPS-Tracker. Letzeren müssen wir in den Zigarettenanzünder einstecken und am anderen Grenzübergang in Dashoguz wieder zurückgeben. Wir erhalten unseren vorgegebenen Routenplan und es folgt eine oberflächliche Fahrzeugkontrolle durch junge Militärs. Nach etwa 4.5 Stunden sind wir durch und können tatsächlich einreisen! Keine Fragen zum falsch vermerkten Grenzübergang auf unseren Visa. Keine notwendige Bartrasur, wie wir im Internet gelesen haben (der Präsident mag offenbar Bärte nicht...). Und keine Fahrzeugwäsche, obwohl unser VW ziemlich dreckig ist (und es vorgegeben sei, dass nur saubere Fahrzeuge ins Land fahren dürfen). Auf dem Weg in die nahegelegene Hauptstadt Ashgabat beobachten uns mindestens 50 Kameras und mehrere Wachtürme, bevor wir dann nochmals einen Militär-Checkpoint passieren und uns ausweisen müssen. In Ashgabat ist dann alles ziemlich surreal: Es gibt viele Statuen, Monumente und Paläste. Alles in Gold und Weiss. Auf der Strasse verkehren fast keine Fahrzeuge, und so wirkt alles ziemlich ausgestorben und leblos. Und die Fahrzeuge, die wir sehen, sind hauptsächlich Weiss (der Präsident hat schwarze Fahrzeuge verboten). Wir suchen einen Supermarkt auf, wo wir mit Karte bezahlen können. An der Kasse funktioniert dann leider doch keine unserer Karten, aber ein freundlicher Turkmene hilft uns beim Geldwechsel von Dollar in turkmenische Manat aus (obwohl das eigentlich illegal ist). Später am Tag wollen wir dann noch mehr Geld wechseln, aber weder die Bankomaten funktionieren noch sind die Banken heute geöffnet. Wir wechseln deshalb auf einem Basar zu einem fairen Schwarzmarkt-Kurs. Nach der Mittagsverpflegung fahren wir aus der Stadt raus in die Wüste. Unser Tagesziel ist der Derweze-Krater, auch „Tor zur Hölle“ genannt. Vor 40 Jahren haben Forscher hier nach Rohstoffen gesucht und sind aus Versehen auf Methangas gestossen. Sie meinten dann, dass sie das entweichende Gas eindämmen könnten, indem sie es anzünden - Aber der Krater brennt seither bis heute.






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